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Wie finde ich gute Ärzt_innen oder Therapeut_innen?

Egal, ob Sie ein Gutachten für Ihr TSG-Verfahren brauchen, sich bei der Verarbeitung homo- oder interfeindlicher Erlebnisse therapeutisch begleiten lassen möchten oder einfach nur Zahnschmerzen haben: Ihr_e Ärzt_in oder Therapeut_in sollte kompetent und respektvoll mit Ihren Anliegen umgehen können.

Wer kann mir gute Behandler_innen empfehlen?

Ärzt_innen, Therapeut_innen und Menschen in anderen Heilberufen haben unterschiedlich viel Erfahrung darin, interIntergeschlechtliche (lat. "inter": zwischen) Menschen haben angeborene körperliche Merkmale, die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen.- oder transgeschlechtlicheTransgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde., lesbischeFrauen, die sich emotional und/oder sexuell in erster Linie zu Frauen hingezogen fühlen, bezeichnen sich häufig als lesbisch., schwuleMänner, die sich emotional und/oder sexuell in erster Linie zu Männern hingezogen fühlen, bezeichnen sich häufig als schwul., bisexuelleBisexuelle Menschen beschreiben ihre sexuelle Orientierung unterschiedlich: Als romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Frauen und Männern, als Anziehung zu dem eigenen Geschlecht oder zu generell mehr als einem Geschlecht., queere"Queer" war im Englischen ein starkes Schimpfwort für LSBTIQ, ähnlich dem deutschen "pervers". In Deutschland dient es heute oft als Sammelbezeichnung für LSBTIQ, aber auch als eigenständige Selbstbezeichnung, die begrenzende Kategorien in Frage stellt. oder HIV-positive Patient_innen zu begleiten. Viele LSBTIQ"LSBTIQ" oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für "Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen". "Lsbtiq" steht entsprechend für "lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich und queer".-Beratungsstellen und -Organisationen kennen die Versorgungslage in der Region und können auf Anfrage vermitteln.

Wie finde ich heraus, ob ich gut aufgehoben bin?

Um eine_n gute_n Ärzt_in oder Therapeut_in zu erkennen, können Sie sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Trauen Sie sich, Dinge, die Ihnen wichtig sind, anzusprechen?

  • Werden Name und Pronomen, die Sie angeben, respektiert?

  • Behandelt die Person Ihren Körper, Ihre Identität oder Lebensweise als anderen gleichwertig? Warnzeichen können sein: Anzeichen von Ekel oder Ablehnung Ihres Körper; Versuche, Sie zu einer heterosexuellenWenn Frauen sich von Männern romantisch und/oder sexuell angezogen fühlen, oder Männer von Frauen, werden sie als heterosexuell bezeichnet. Zugleich beschreibt "heterosexuell" auch sexuelle Handlungen zwischen einer Frau und einem Mann., sexuell enthaltsamen und/oder genderkonformenDer Begriff "genderkonform" beschreibt die Übereinstimmung mit gesellschaftlich vorherrschenden Ideen über ein bestimmtes Geschlecht. "Gendernonkonform" beschreibt die Abweichung davon. Lebensweise zu bewegen; voyeuristische Fragen; ein Leugnen oder Entwerten Ihrer Lebensweise oder Erfahrungen; Versuche, Sie als HIV-positiven Menschen von anderen Patient_innen zu isolieren.

  • Bekommen Sie eine sachliche und informative Auskunft, wenn Sie nach dem Fachwissen Ihrer_s Behandler_in über Ihre Lebensweise oder Körperlichkeit und damit zusammenhängende Gesundheitsbedarfe fragen?

  • Erkennt sie_er an, dass Ihre sexuelle OrientierungDie sexuelle Orientierung beschreibt, mit Menschen welchen Geschlechts oder welcher Geschlechter jemand eine sexuelle und/oder romantische Beziehung eingehen möchte., Ihr GeschlechtGeschlecht ist in unserer Gesellschaft ein wichtiges Ordnungsprinzip und eine einflussreiche soziale Kategorie. Aber die Definitionen darüber, was Geschlecht eigentlich ausmacht, unterscheiden sich stark: … oder Ihre Erfahrungen mit Ihrem Körper für Ihr Anliegen oder Ihre Therapie relevant sein können?

  • Ist sie_er bereit, eigene Wissenslücken selbst zu schließen? 

Manche lsbtiq"LSBTIQ" oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für "Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen". "Lsbtiq" steht entsprechend für "lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich und queer". Menschen empfinden es als hilfreich, im Vorhinein für sich zu klären, was ihnen in einer Behandlung wichtig ist und wo sie zu Kompromissen bereit sind. Oder sie lassen sich von Freund_innen oder Unterstützer_innen zu Terminen begleiten.

Was kann ich tun, wenn ich diskriminiert werde?

Ärzt_innen und Therapeut_innen sind verpflichtet, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards zu behandeln und Patient_innen und deren Angehörigen respektvoll gegenüberzutreten. Verstöße gegen die Berufspflichten können Sie der Ärzte- beziehungsweise der Psychotherapeutenkammer des jeweiligen Bundeslandes melden.

Wenn Sie unsicher sind, wie das Verhalten einer Fachperson einzuordnen ist und ob Sie die Behandlung dort fortsetzen sollen, können LSBTIQ-Beratungsstellen bei der Klärung helfen.

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