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Trans* in Arbeit und Ausbildung

Wie kann ich mich für Bewerbungen oder für eine Transition an meinem Arbeits- oder Ausbildungsplatz stärken? Was tun bei Diskriminierungen?

Was hilft mir in der Bewerbungsphase?

Ein Bewerbungsgespräch kann für trans*Transgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. beziehungsweise transsexuelleTransgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Personen besonders herausfordernde Situationen bereithalten: Wenn Ihre TransgeschlechtlichkeitTransgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. unerkannt bleiben soll, brauchen Sie möglicherweise Erklärungen für längere Auszeiten. Auch wenn Sie sich entscheiden offen damit umzugehen oder diese Wahl gar nicht haben, ist es nützlich, auf bestimmte Fragen vorbereitet zu sein. Wenn Sie beispielsweise nach unterschiedlichen Vornamen in Ihren Zeugnissen gefragt werden, antworten Sie möglichst sachlich und nicht entschuldigend. Üben Sie diese Situationen gegebenenfalls vorher mit Vertrauten.

Bewerbungsphasen, insbesondere Absagen, sind für viele Menschen belastend. Leicht kann es dann passieren, die eigene Transgeschlechtlichkeit nur noch als Makel oder Defizit zu sehen. Machen Sie sich in solchen Momenten bewusst: Unter widrigen Umständen den eigenen Weg zu verfolgen, eine TransitionAls Transition (engl.: Übergang, Durchquerung) bezeichnen transgeschlechtliche Menschen den Zeitraum der Annäherung an ihr empfundenes Geschlecht. zu managen oder unterschiedliche soziale Rollen zu kennen – das sind Stärken und Erfolge, die Sie als solche sehen dürfen!

Wie gelingt eine Transition im Job?

Wenn Sie vorhaben, im Beruf in einer neuen Rolle aufzutreten, lohnt sich gute Planung. Viele machen positive Erfahrungen damit, frühzeitig Vorgesetzte ins Vertrauen zu ziehen. Wenn diese sich unterstützend positionieren, wirkt sich das meist auf das Verhalten anderer Kolleg_innen aus. Auch Personalräte, Diversity- oder Frauenbeauftragte können wichtige Verbündete sein.

Versuchen Sie in solchen Gesprächen selbstbewusst, klar und zuversichtlich aufzutreten. Häufig hilft das Personen, die im Umgang mit transgeschlechtlichenTransgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Menschen noch unsicher sind, sich auf die neue Situation einzustellen. Wenn Sie nicht alle Fragen selbst beantworten möchten, empfehlen Sie den Interessierten Infomaterialien zu Transgeschlechtlichkeit allgemein und im Beruf.

Planen Sie die weiteren Schritte nach Möglichkeit gemeinsam mit Ihren Vorgesetzten – zum Beispiel die Frage, wie Kolleg_innen und Kund_innen informiert werden. Achten Sie darauf, dass jene Aspekte einer Transition im Fokus bleiben, die tatsächlich am Arbeitsplatz relevant sind. Sie sind niemandem Auskunft zu Ihrem Körper oder Gefühlsleben schuldig.

Was kann ich tun, wenn ich diskriminiert werde?

Arbeitgebende haben die Pflicht, ihre Beschäftigten und Auszubildenden vor Benachteiligung und Mobbing zu schützen. Das gilt auch für Anfeindungen aufgrund der GeschlechtsidentitätDie Geschlechtsidentität bezeichnet das Wissen und Empfinden eines Menschen über sein eigenes Geschlecht. oder des GeschlechtsausdrucksGeschlechtsausdruck bezeichnet die Art und Weise, wie Menschen ihre Geschlechtsidentität nach außen darstellen beziehungsweise sich geschlechtlich präsentieren.

Wenn sie dieser Schutzpflicht nicht nachkommen und sich die Situation im Betrieb nicht lösen lässt, empfiehlt sich der Weg zu einer Antidiskriminierungs- oder einer Trans*-Beratungsstelle. Überlegen Sie gemeinsam, was für Sie nun der beste Weg ist. Insbesondere, wenn Sie sich rechtliche Schritte offen halten möchten, ist eine gute Dokumentation wichtig: Schreiben Sie dazu die betreffenden Vorfälle möglichst zeitnah und genau auf.

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