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Trans-geschlechtliche Menschen achten und unterstützen 

Ich kenne trans-geschlechtliche Menschen.
Wie verhalte ich mich richtig? 
Wie kann ich die Menschen unterstützen?

Was bedeutet trans-geschlechtlich?
Trans-Geschlechtliche.
Viele sagen auch Trans-Sexuelle.

Wenn jemand bei der Geburt als Mädchen eingeordnet wurde. 
Und alle denken:
Das ist ein Mädchen.
Und das Kind hat später gemerkt:
Ich bin gar kein Mädchen.
Ich bin ein Junge. 
Oder:
Ich bin dazwischen.

Oder.

Wenn jemand bei der Geburt als Junge eingeordnet wurde.
Und alle denken:
Das ist ein Junge.
Und das Kind hat später gemerkt:
Ich bin gar kein Junge.
Ich bin ein Mädchen.
Oder:
Ich bin dazwischen.

Und diese Person kann später ihren Körper verändern. 
Damit er zu dem Leben von dieser Person passt. 
Die Person kann ihren Körper aber auch so lassen. 
Weil der Körper zum Leben passt.

Ganz normal behandeln
Seien Sie höflich und respektvoll.
Wie zu allen anderen Menschen. 
Das heißt:

  • Starren Sie trans-geschlechtliche Menschen nicht an.
  • Machen Sie niemanden lächerlich.
  • Fragen Sie nicht nach den Geschlechts-Teilen. 
  • Fragen Sie nicht nach dem Sex-Leben.
  • Und zweifeln Sie niemanden an:
    Stellt sich zum Beispiel jemand als Frau vor?
    Dann ist es eine Frau! 

Denken Sie daran:
Auch Sie möchten höflich und respektvoll behandelt werden.

Richtig ansprechen 
Jemand stellt sich Ihnen vor.
Er sagt seinen Namen.
Oder sie sagt ihren Namen.
Benutzen Sie diesen Namen.
Ihr Gesprächs-Partner oder Ihre Gesprächs-Partnerin
möchte es so.
Benutzen Sie auch das passende Fürwort. 
Fürwörter sind zum Beispiel: ich, du, er, sie.

Vielleicht sagt Ihr Gesprächs-Partner oder Ihre Gesprächs-Partnerin:
Ich benutze lieber gar kein Fürwort.
Ich sage nie: er oder sie.
Ich benutze immer den Namen von einer Person.
Vielleicht sagt Ihr Gesprächs-Partner oder Ihre Gesprächs-Partnerin:
Ich benutze ein ganz neues Fürwort.
Ich sage immer: ersie.
Auch wenn es das Wort eigentlich nicht gibt.

Richten Sie sich danach.
Benutzen Sie das neue Fürwort.
Oder gar keins.
So, wie Ihr Gesprächs-Partner oder Ihre Gesprächs-Partnerin
es möchte. 
So zeigen Sie:
Ich respektiere dich.

Bleiben Sie dabei
Benutzen Sie immer den richtigen Namen.
Und immer das richtige Fürwort.
Auch wenn der trans-geschlechtliche Mensch gerade nicht da ist.

Benutzen andere Menschen den falschen Namen?
Oder das falsche Fürwort?
Sagen Sie ihnen höflich, 
wie man es richtig macht.

Sind Sie sich unsicher?
Sollen Sie er sagen?
Oder sollen Sie sie sagen? 
Warten Sie ab. 
Vielleicht bekommen Sie einen Hinweis.
Ein Beispiel:
Vielleicht erzählt Ihnen jemand:  
Ich bin eine Früh-Aufsteherin
Oder: Ich bin eine Rad-Fahrerin.
Dann wissen Sie:
Sie sollen wahrscheinlich Frau sagen.

Sie können auch einfach fragen.
Zum Beispiel können Sie fragen: 
Wie soll ich dich ansprechen?

Sie dürfen sich versprechen
Das kann passieren.
Berichtigen Sie sich kurz.
Und reden Sie weiter.

Persönliche Informationen
Jeder Mensch hat persönliche Bereiche in seinem Leben.
Zum Beispiel das Liebes-Leben.
Oder alle Fragen zum Körper. 
Der persönliche Bereich ist privat.
Fragen Sie niemanden darüber aus.
Auch trans-geschlechtliche Menschen nicht.

Fragen Sie auch nicht nach dem alten Namen.
Oder nach Fotos von früher. 
Die meisten trans-geschlechtlichen Menschen 
finden das unangenehm.

Das ist wichtig
Jemand ist trans-geschlechtlich und Sie wissen das?
Behalten Sie diese Information für sich!
Erzählen Sie es nicht einfach weiter! 
Trans-geschlechtliche Menschen entscheiden selbst:

  • Wem möchte ich es erzählen?
  • Wann möchte ich es erzählen?
  • Möchte ich es überhaupt erzählen?

Wie kann ich trans-geschlechtliche Menschen unterstützen?

Es gibt viele Möglichkeiten.
Hier stehen einige Fragen.
Über diese Fragen können Sie nachdenken.

  • Redet jemand schlecht 
    über trans-geschlechtliche Menschen? 
    Zum Beispiel im Bekannten-Kreis?
    Was kann ich dagegen sagen oder tun?
  • Wie können wir Formulare oder Frage-Bögen verbessern?
    Damit sie für alle Menschen gut sind.
    Und alle sich angesprochen fühlen.
    Egal, welches Geschlecht sie haben.
  • Wie können wir die Toiletten einrichten? 
    Zum Beispiel im Büro oder in der Schule.
    Damit es keine Probleme gibt?

Ein Beispiel:
Eine trans-geschlechtliche Frau 
möchte die Frauen-Toilette benutzen.
Aber die anderen Frauen sind verunsichert.
Sie schimpfen mit der trans-geschlechtlichen Frau.
Denn sie denken: 
Das ist doch ein Mann!

Wie kann man das Problem lösen?

Bestimmt fällt Ihnen noch mehr ein. 
Unterstützen Sie trans-geschlechtliche Menschen.
Damit alle gut leben können.
Und sich alle Menschen wohlfühlen.
Egal, welches Geschlecht sie haben.