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Rassismus in der Szene

Rassismus bedeutet:

Eine Person wird wegen ihrer Haut-Farbe ausgeschlossen.

Und diese Person wird von Weißen schlecht gemacht. 

Szene ist ein anderes Wort für Gemeinschaft.

Oder für Gruppe.

Damit sind LSBTIQ-Menschen gemeint. 

LSBTIQ ist eine Abkürzung.

Aus den Anfangs-Buchstaben für diese Wörter:

  • Lesben.

Damit sind Frauen gemeint.

Sie lieben Frauen.

 

  • Schwule.

Damit sind Männer gemeint.

Sie lieben Männer.

  • Bi-Sexuelle.

Bi bedeutet 2.

Bi-sexuell bedeutet: 

Jemand liebt Menschen von 2 Geschlechtern.

Zum Beispiel: 

Ein Mann liebt Frauen. 

Und er liebt auch Männer. 

Oder.

Eine Frau liebt Männer.

Und sie liebt auch Frauen.

Das muss nicht zur gleichen Zeit sein.

  • Trans-Geschlechtliche.

Viele sagen auch: Trans-Sexuelle

Wenn jemand bei der Geburt als Mädchen eingeordnet wurde.

Und alle denken:

Das ist ein Mädchen.

Und das Kind hat später gemerkt:

Ich bin gar kein Mädchen.

Ich bin ein Junge. 

Oder: 

Ich bin dazwischen.

 

Oder.

 

Wenn jemand bei der Geburt als Junge eingeordnet wurde.

Und alle denken:

Das ist ein Junge.

Und das Kind hat später gemerkt:

Ich bin gar kein Junge.

Ich bin ein Mädchen.

Oder:

Ich bin dazwischen.

 

Diese Person kann später ihren Körper verändern.

Damit er zu dem Leben von dieser Person passt.

Die Person kann ihren Körper aber auch so lassen.

Weil der Körper zum Leben passt.

 

Das kurze Wort dafür ist Trans. 

  • Inter-Sexuelle.

Das sind Menschen zwischen 2 Geschlechtern.

Sie haben Merkmale von beiden Geschlechtern.

Merkmale von einem Mann. 

Und Merkmale von einer Frau. 

 

Das kurze Wort dafür ist Inter.

 

  • Queer ist ein englisches Wort. 

Man spricht es so: kwier

Es bedeutet seltsam.

Oder anders.

Manche benutzen das Wort für alle anderen sexuellen Partnerschaften.

Wenn nichtein Mann und eine Frau ein Paar sind.

 

Queer ist so etwas wie ein Wort für die schweren Wörtern davor.

Mit der Abkürzung LSBTIQ sind all diese Personen gemeint.

Die Orte für diese Personen-Gruppe nennt man Szene.

Das sind Orte, wo sich LSBTIQ-Personen treffen. 

ABER:

In Deutschland werden nicht alle LSBTIQ-Personen gleich behandelt.

Manche LSBTIQ-Personen werden ausgeschlossen.

Das passiert auch in der Szene

Zum Beispiel deshalb:

  • Sie sind Deutsche und ihre Haut-Farbe ist dunkel.
  • Sie gehören zu den Rom_nja und Sinti_ze.

Das ist eine Gruppe von Menschen. 

Sie stammt aus dem Süd-Osten von Europa.

  • Sie kommen aus einem anderen Land. 
  • Sie haben eine andere Haut-Farbe als weiße Deutsche. 

 

Was erleben LSBTIQ-Personen in der deutschen Szene, wenn sie nicht weiß sind? 

Viele Menschen kennen Ausgrenzung gut.

Weil sie im Alltag oft ausgeschlossen werden. 

Das gehört für sie zum Leben dazu. 

Diese Menschen werden oft auch in der Szene ausgeschlossen.

Und in LSBTIQ-Gruppen.

 

Für diese Menschen gibt es oft keine gute Beratung:

LSBTIQ-Personen, die ausgeschlossen werden.

LSBTIQ-Personen, die vielleicht nicht in Deutschland bleiben dürfen.

Diese LSBTIQ-Personen merken auch:

Fast niemand macht sich für sie stark.

Zum Beispiel:

Bei der Leitung von Arbeits-Gruppen.

Und sie merken oft:

Auf Bildern von LSBTIQ-Personen sieht niemand so aus wie sie. 

In der Szene denken viele: 

In bestimmten Ländern gibt es Hass gegen homosexuelle Menschen.

Oder auf Menschen mit einem anderen Geschlecht.

Und:

In bestimmten Religionen gibt es Hass gegen homosexuelle Menschen.

Oder auf Menschen mit einem anderen Geschlecht.

ABER:

Es gibt auch in diesen Ländern LSBTIQ-Personen.

Und es gibt LSBTIQ-Personen mit dieser Religion. 

 

In der Szene werden diese LSBTIQ-Personen oft ausgegrenzt.

Weil viele denken:

Diese LSBTIQ-Personen hassen homosexuelle Menschen.

Und Menschen mit einem anderen Geschlecht.

Aber das stimmt nicht. 

Für weiße LSBTIQ-Personen ist das Comingout sehr wichtig. 

In der Familie.

Am Arbeits-Platz.

Unter Freunden.

Comingout spricht man so: Kaming aut.

Das bedeutet: Raus-gehen. 

Oder.

Etwas nach außen zeigen. 

Zum Beispiel.

Anderen Menschen zeigen:

Ich bin ein Mann und liebe Männer.

Oder.

Ich bin eine Frau und liebe Frauen. 

Sich outen bedeutet auch. 

Wenn man anderen Menschen davon erzählt.

 

Für weiße LSBTIQ-Personen ist das Comingout oft sehr wichtig. 

Weil sie im Alltag frei sein wollen. 

Sie wollen sich nicht verstecken.

Sie wollen ihre Gefühle zeigen. 

Für andere LSBTIQ-Personen sind oft andere Themen wichtiger.

Weil sie in vielen Bereichen ausgeschlossen werden. 

Zum Beispiel:

  • sie nicht weiß sind.
  • sie aus einem anderen Land kommen.
  • sie eine bestimmte Religion haben. 

Diese LSBTIQ-Personen finden keinen Schutz in der Gemeinschaft.

Oder in der Szene.

Weil sie auch da oft ausgeschlossen werden. 

Wie gehen LSBTIQ-Personen mit dunkler Haut-Farbe mit Ausgrenzung um? 

Sie machen verschiedene Sachen. 

  1. Manche LSBTIQ-Personen überlegen sich sehr genau:

Dieser Person erzähle ich nichts über meine Sexualität.

Oder. 

Dieser Person erzähle ich etwas über meine Sexualität. 

Das nennt man auch: Einladen.

Weil das Erzählen über sich wie eine Einladung zum Kennenlernen ist.

Dafür gibt es auch ein schweres Wort: Inviting-in.

Man spricht es so: In-weiting in.

2. Manche gründen eine Gruppe mit LSBTIQ-Personen mit dunkler Haut-Farbe. 

In dieser Gruppe haben alle Ausgrenzung erlebt.

Weil sie nicht weiß sind.

 

Die Gruppe macht die Personen stärker. 

Weil sie in dieser Gruppe nicht ausgeschlossen werden.

Weil in der Gruppe alle das Gleiche erlebt haben. 

 

In der Gruppe gibt es diese Sachen nicht:

Ausgrenzung.

Beleidigungen.

Erklärungen, in denen LSBTIQ-Personen schlecht gemacht werden. 

 

Auf dieser Internet-Seite gibt es Adressen von solchen Gruppen.

Man kann auch dort nach solchen Adressen fragen:

Landes-Anti-Diskriminierungs-Stellen

Das sind Büros in den Bundes-Ländern.

Sie machen sich stark gegen Ausgrenzung.

3. Manche LSBTIQ-Personen mit anderer Haut-Farbe gehen zu einer Beratung.

Oder sie holen sich Hilfe bei einem Psychologen oder bei einer Psychologin.

Diese Ärzte kümmern sich um die Gesundheit von Ihrer Seele.

 

Diese Hilfe ist wichtig.

Denn das Leben ist sehr anstrengend.

Wenn man jeden Tag ausgegrenzt wird. 

Man kann von dieser Anstrengung krank werden. 

Und man kann das nicht immer allein schaffen. 

Manche brauchen diese Hilfe in einer anderen Sprache. 

Diese Gruppen haben Adressen für solche Hilfen:

Selbst-Hilfe-Organisationen für 
Migranten und Migrantinnen
.

Das sind Arbeits-Gruppen. 

Sie machen sich stark für Menschen aus anderen Ländern.

Wenn sie nach Deutschland gekommen sind. 

Diese Menschen nennt man auch Migranten und Migrantinnen

4. Manche LSBTIQ-Personen mit dunkler Haut-Farbe nutzen bestimmte Angebote und Info-Materialien.

Zum Beispiel von Beratungs-Büros für LSBTIQ-Personen.

Wenn es dort Beratung in verschiedenen Sprachen gibt.

Oder wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen viel über Ausgrenzung wissen. 

Weil sie Schulungen zu diesem Thema gemacht haben.

5. Manche LSBTIQ-Personen mit dunkler Haut-Farbe suchen 
Info-Material über das Leben von LSBTIQ-Personen.

Sie wollen dieses Info-Material weitergeben. 

An ihre Familien.

Oder an ihre Freunde.

Oder an ihre Kollegen. 

 

Auf den Internet-Seiten vom Regenbogen-Portal gibt es 
Info-Material in diesen Sprachen:

Arabisch.

Englisch.

Türkisch.

Spanisch. 

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