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Ist mein Kind trans-geschlechtlich?

Fühlt sich Ihr Sohn nicht wie ein Junge?
Sondern wie ein Mädchen?
Oder sagt Ihre Tochter:
Ich bin ein Junge!
Dann ist Ihr Kind vielleicht trans-geschlechtlich.

Bin ich schuld daran?
Nein, Sie sind nicht schuld daran.
Niemand ist schuld daran.
Man weiß nicht, woher es kommt.
Aber die Erziehung hat damit nichts zu tun.

Wichtig ist:
Unterstützen Sie Ihr Kind.
Fühlt es sich als Junge?
Fühlt es sich als Mädchen?
Lassen Sie es so sein, wie es will!
Ihr Kind fühlt sich dann wohl.
Und es bekommt keine seelischen Probleme.

Bleibt das für immer?
Das müssen Sie abwarten.
Bei manchen Kindern ändert es sich.
Bei anderen bleibt es so.
Wichtig ist nur:
Wie fühlt sich Ihr Kind jetzt?
Erkennen Sie das an.
Lassen Sie Ihr Kind so sein, wie es ist.
Sonst wird es sehr leiden.

Wie helfe ich meinem Kind?
Das Wichtigste ist:
Nehmen Sie Ihr Kind ernst.
Damit helfen Sie Ihrem Kind sehr.

Ihr Kind sagt Ihnen, was es braucht.
Vielleicht möchte es einen anderen Namen haben.
Oder bestimmte Kleidung tragen.
Nicht nur zu Hause.
Sondern auch in der Schule oder beim Sport.
Dann wünscht sich Ihr Kind bestimmt Ihre Unterstützung.

Ein anderer Name
Ihr Kind kann seinen Vornamen ändern.
Zum Beispiel für den Ausweis.
Dafür gibt es kein bestimmtes Alter.
Ihr Kind muss nicht warten,
bis es 18 Jahre alt ist.
Für die Schule oder die Kita ist das aber nicht nötig.
Dort kann Ihr Kind so heißen,
wie es möchte.
Dafür braucht es keinen neuen Ausweis.

Den Körper verändern
Trans-geschlechtliche Menschen können Hormone nehmen.
Und sie können sich operieren lassen.
Damit sie wie eine Frau aussehen.
Oder wie ein Mann aussehen.
Aber darüber können Sie später nachdenken.
Wenn Ihr Kind in die Pubertät kommt.

Wer hilft mir?
Alle Eltern machen sich Sorgen.
Eltern von trans-geschlechtlichen Kindern noch mehr.
Sie haben Angst,
dass ihr Kind unglücklich wird.
Manche Eltern sind traurig.
Andere Eltern schämen sich.
Es gibt auch manchmal Streit in der Familie.
Vielleicht unterstützt die Mutter das Kind.
Aber der Vater ist dagegen.

Lassen Sie sich beraten
Es gibt Beratungs-Stellen für Familien
mit trans-geschlechtlichen Kindern.
Und es gibt Selbst-Hilfe-Gruppen.
Dort können Sie Ihre Fragen stellen.
Und Ihre Sorgen besprechen.
Und Sie können mit anderen Familien etwas unternehmen.

Solche Treffen sind wichtig.
Sie machen Mut.
Zum Beispiel hören Sie dort schöne Berichte.
Von glücklichen trans-geschlechtlichen Kindern.

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