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Ich bin trans-geschlechtlich.
Soll ich es den anderen sagen?

Was spricht dafür?
Was spricht dagegen?
Wie schaffe ich es?

Was bedeutet trans-geschlechtlich?
Trans-Geschlechtliche.
Viele sagen auch Trans-Sexuelle.

Wenn jemand bei der Geburt als Mädchen eingeordnet wurde.
Und alle denken:
Das ist ein Mädchen.
Und das Kind hat später gemerkt:
Ich bin gar kein Mädchen.
Ich bin ein Junge.
Oder:
Ich bin dazwischen.

Oder.

Wenn jemand bei der Geburt als Junge eingeordnet wurde.
Und alle denken:
Das ist ein Junge.
Und das Kind hat später gemerkt:
Ich bin gar kein Junge.
Ich bin ein Mädchen.
Oder:
Ich bin dazwischen.

Und diese Person kann später ihren Körper verändern.
Damit er zu dem Leben von dieser Person passt.
Die Person kann ihren Körper aber auch so lassen.
Weil der Körper zum Leben passt.

Die anderen informieren
In unserer Welt denken alle:
Mann oder Frau?
Das erkennt man doch von außen!
Aber das stimmt nicht.

Es gibt auch trans-geschlechtliche Menschen.
Sie wollen so leben,
wie sie sich fühlen.
Zum Beispiel als Frau.
Auch wenn alle denken:
Sie sehen doch aus wie Männer!

Darum sagen sie es den anderen.
Zum Beispiel der Familie und den Freunden.
Damit alle informiert sind.
Das nennt man Coming out.
Das ist ein englisches Wort.
Man spricht es so aus: Kamming aut.
Man kann auch sagen:
Sie outen sich.

Ist man von Geburt an trans-geschlechtlich?
Nein, das kann auch später kommen.
Einige wussten es schon im Kindergarten.
Andere sind schon viel älter.
Und spüren es erst dann.

Muss ich mir ganz sicher sein,
bevor ich es sage?

Nein, das müssen Sie nicht.
Sie können lange überlegen.
Oder ganz schnell entscheiden.
Wie Sie wollen.
Sie dürfen auch jederzeit wieder zurück.
Und wieder so leben wie vorher.
Oder sich für etwas Neues entscheiden.

Soll ich es den anderen sagen?
Was spricht dagegen?

Überlegen Sie gut:

  • wem Sie es erzählen oder zeigen

  • wann Sie es erzählen oder zeigen

Viele trans-geschlechtliche Menschen sind vorsichtig.
Sie erzählen oder zeigen es lieber nicht.
Denn vielleicht bekommen sie Probleme.
Und werden zum Beispiel ausgeschlossen.

Haben Sie es jetzt schon schwer?
Manche Menschen haben es schwer.
Zum Beispiel:

  • weil Sie aus einem fremden Land kommen

  • oder weil Sie nur wenig Geld haben

Diese Menschen sagen es vielleicht nur den engen Freunden.
Und zeigen es nur zu Hause.
Oder im Verein für trans-geschlechtliche Menschen.
Sie fühlen sich dann sicherer.

Das ist verständlich.
Machen Sie es so,
wie es für Sie am besten ist.
Sie können das frei entscheiden.

Was spricht dafür?
Viele trans-geschlechtliche Menschen haben offen von sich erzählt.
Viele sind erleichtert.
Sie sagen:
Das war gut.
Jetzt kann ich endlich so sein, wie ich bin.
Ich brauche mich nicht mehr zu verstellen.
Das ist ein schönes Gefühl.

Manche sagen auch:
Es war gar nicht so schlimm.
Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt.
Ich habe sogar neue Freunde gewonnen.

Was hilft mir dabei?

  • Informieren Sie sich!
    Wie haben es andere Leute gemacht?
    Wie haben sie es erlebt?

  • Sprechen Sie mit anderen Menschen!
    Zum Beispiel in einer Beratungs-Stelle.
    Oder in einer Selbst-Hilfe-Gruppe.

  • Machen Sie sich klar:
    Sie dürfen so sein, wie Sie wollen.
    Das ist Ihr Recht.
    Mann oder Frau.
    Es ist allein Ihre Entscheidung.

  • Bereiten Sie die anderen vor.
    Zeigen Sie vorher schon mal Filme oder Broschüren.
    Dann müssen Sie später weniger erklären.

  • Nehmen Sie sich Zeit.
    Erzählen Sie es erst,
    wenn Sie wirklich bereit sind.

Die Leute sind plötzlich unfreundlich zu mir.
Was kann ich tun?

Sie sind trans-geschlechtlich.
Und Sie haben es den anderen erzählt.
Einige Menschen kommen damit nicht zurecht.
Sie wollen vielleicht nichts davon hören.
Oder nichts mehr mit Ihnen zu tun haben.

Das ist nicht gerecht.
Und es tut weh.

Das hilft Ihnen jetzt
Verbringen Sie Ihre Zeit mit freundlichen Menschen.
Unternehmen Sie etwas Schönes.
Denken Sie daran:
Sie haben nichts falsch gemacht!
Sondern die anderen haben ein Problem.

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