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Auf wen stehst du?

Du bist jung?
Und vielleicht schwul oder lesbisch
Oder bi-sexuell?
Oder ganz anders?
Hier gibt es ein paar Tipps für dich.

Sexuelle Orientierung 
Lesbisch, schwul, bi-sexuell:
Diese Wörter beschreiben die sexuelle Orientierung
Das heißt, auf welche Menschen man steht. 

Lesbische Frauen stehen zum Beispiel auf Frauen.

Schwule Männer stehen auf Männer. 
 

Bi-sexuelle Menschen stehen auf Frauen und Männer.
Einige bi-sexuelle Menschen stehen auch auf Menschen, 
die sich nicht als Mann fühlen.
Und die sich auch nicht als Frau fühlen.
Es gibt auch noch andere sexuelle Orientierungen.
Das kann sich ändern.
Im Laufe des Lebens.

Woher weiß ich es?
Lass dir Zeit.
Du findest es irgendwann heraus. 
Einige Menschen kennen ihre sexuelle Orientierung schon ganz früh.
Einige Menschen wissen es erst später. 
Die sexuelle Orientierung kann sich auch ändern.
Zum Beispiel:
Eine Frau kann viele Jahre lesbisch sein.
Und später vielleicht bi-sexuell.

Wichtig ist:
Lebe immer so, 
wie du dich fühlst.
Verliebe dich, 
in wen du möchtest.
Das ist dein gutes Recht.

Brauche ich unbedingt ein Wort dafür?
Schwul, lesbisch, bi-sexuell.
Manche Menschen sagen:
Solche Wörter helfen mir. 
Zum Beispiel: 

  • Ich kann mit solchen Wörtern leichter sagen:
    So bin ich!
  • Ich finde schneller ähnliche Menschen.
  • Ich finde schneller interessante Informationen.
    Zum Beispiel im Internet.

Andere Menschen sagen:
Ich brauche solche Wörter nicht.

Wichtig ist: 
Ganz egal, welche Wörter du benutzt.
Du sagst damit etwas über dich. 
Und das gilt.
Du sagst zum Beispiel:
Ich bin bi-sexuell.
Dann ist das so.
Auch wenn andere das bezweifeln.

Muss ich mich für Liebe und Sex interessieren?
Nein, das musst du nicht.
Viele Menschen sagen:
Liebe und Sex sind schön.
Aber manchmal ist etwas anderes wichtiger.

Es gibt auch a-sexuelle Menschen.
A-sexuelle Menschen wollen keinen Sex.
Sie wollen nie Sex haben.
Oder fast nie.
Sex ist a-sexuellen Menschen egal.

Wie sage ich es den anderen?
Du bist schwul oderlesbisch oder bi-sexuell?
Und du überlegst:
Sage ich es den anderen? 
Zum Beispiel meinen Eltern?

Das entscheidest du allein.
Niemand kann dich dazu zwingen.

Vielleicht erzählst du es zuerst einem Freund oder einer Freundin.
Dann kannst du ziemlich sicher sein: 
Sie unterstützen dich.

Schwierige Gespräche
Vielleicht hast du Angst vor einem Gespräch.
Zum Beispiel, wenn du es deinen Eltern sagst. 
Das hilft:
Verabrede dich mit einem Freund oder einer Freundin.
Gleich nach dem Gespräch mit deinen Eltern.
Dann kannst du davon erzählen.
Und bekommst Unterstützung.

Manche Menschen sind überfordert
Du hast den anderen etwas Wichtiges über dich erzählt.
Manche Menschen kommen damit nicht zurecht.
Sie wollen vielleicht nichts davon hören. 
Oder sie sind gemein zu dir.
Aber das ist nicht deine Schuld!

Diese Menschen brauchen Zeit.
Oder sie brauchen Beratung.
Dann begreifen sie:
Du darfst selbst entscheiden, wen du liebst.

Beratung
Es gibt Beratungs-Stellen.
Dort kannst du dich informieren. 
Und du wirst unterstützt.
Du kannst hingehen oder anrufen.
Oder dich über das Internet beraten lassen.