Glossar

"Queer" war im Englischen ein starkes Schimpfwort für LSBTIQ, ähnlich dem deutschen "pervers", und wird zum Teil weiterhin abwertend verwendet. In den USA wurde der Begriff in politischen Emanzipationsbewegungen jedoch positiv angeeignet und beschreibt eine Verschiebung von identitärer Politik ("Wir sind schwul und wollen auch ein Stück vom Kuchen.") hin zu politischen Allianzen von LSBTIQ ("Wir alle, die ihr uns 'pervers' nennt, wehren uns gegen Unterdrückung.").

In Deutschland wird "queer" oft als Sammelbezeichnung für "lesbisch, bisexuell, schwul, trans*, inter* und mehr", aber auch als eigenständige Selbstbezeichnung verwendet, die die begrenzenden Kategorien "homo-/heterosexuell", "männlich/weiblich", "cis-/transgeschlechtlich" in Frage stellt. Im akademischen Kontext wurde "queer" in den 1990er-Jahren aufgegriffen, um gesellschaftliche Normen zu Geschlecht und Begehren zu untersuchen.

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