Glossar

Was bedeutet pansexuell? Ist pansexuell dasselbe wie bisexuell? Informationen und weiterführende Materialien finden alle Interessierten hier im Glossar des Regenbogenportals.

Was ist pansexuell?

Als pansexuell (griech. "pan": ganz, alles) bezeichnen sich Menschen, die ihr Begehren, ihre emotionale und/oder sexuelle Anziehung zu anderen Personen als unabhängig vom GeschlechtGeschlecht ist in unserer Gesellschaft ein wichtiges Ordnungsprinzip und eine einflussreiche soziale Kategorie. Aber die Definitionen darüber, was Geschlecht eigentlich ausmacht, unterscheiden sich stark: … dieser Person empfinden. Pansexuelle Menschen können sich in Menschen aller Geschlechter verlieben. Manche Menschen verwenden "bisexuellBisexuelle Menschen beschreiben ihre sexuelle Orientierung unterschiedlich: Als romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Frauen und Männern, als Anziehung zu dem eigenen Geschlecht oder zu generell mehr als einem Geschlecht." mit der gleichen Bedeutung; zwischen beiden Begriffen gibt es starke Überschneidungen.

Weiterführendes Material:

Pan, poly – und warum überhaupt einordnen? Vielfalt von Labels - Artikel     

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Passing (von Englisch "to pass" – bestehen, durchkommen) bezeichnet die Situation, in der eine trans* Person von ihrer Umwelt als das Geschlecht wahrgenommen wird, mit dem sie sich selbst identifiziert. Körperliche Merkmale und Verhaltensweisen werden bewusst so ausgestaltet, dass sie gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit bzw. Männlichkeit entsprechen. Mitglieder der Community üben auch Kritik an dem Begriff, da er auf der Vorstellung von zwei Geschlechtern basiert und keinen Raum für nicht-binäre Identitäten lässt.  

Das „Passen“ kann sich auf Kleidung, Sprache und Verhaltensweisen einer privilegierten Gruppe beziehen und/oder das Verbergen bestimmter Identitätsmerkmale. Andere Menschen "passen" unabsichtlich – nämlich dann, wenn ihr Umfeld Merkmale, die nicht der NormGesellschaftliche Normen (lat. 'norma' Richtschnur, Regel) bezeichnen allgemein anerkannte, als verbindlich geltende Verhaltensregeln, die das Zusammenleben von Menschen organisieren. entsprechen, nicht wahrnehmen. Manche Menschen empfinden dieses Verbergen oder Unsichtbar-Sein von Aspekten der eigenen Person auch als schmerzhaft.
 

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Pathologisierung bedeutet, dass die Identität, der Körper, die Empfindungen, Wahrnehmungen oder Beziehungen einer Person – entgegen deren eigener Wahrnehmung – als "krankhaft" oder "gestört" bezeichnet werden, weil sie von der medizinischen oder gesellschaftlichen NormGesellschaftliche Normen (lat. 'norma' Richtschnur, Regel) bezeichnen allgemein anerkannte, als verbindlich geltende Verhaltensregeln, die das Zusammenleben von Menschen organisieren. abweichen.

So wurden und werden zum Teil auch heute noch lsbtiq'LSBTIQ' oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für 'Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen'. 'Lsbtiq' steht entsprechend für 'lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich und queer'. Menschen pathologisiert, indem ihre Identitäten, Körper oder Verhaltensweisen in medizinischen Klassifikationen wie der ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) als psychische oder physische Krankheiten aufgeführt wurden oder werden.

Der Begriff "Pathologisierung" weist darauf hin, dass unter dem Deckmantel der (vermeintlichen) medizinischen Neutralität oder Tatsachenfeststellung negative Bewertungen vorgenommen werden, die eigentlich auf veränderbare – und häufig diskriminierendeDiskriminierung (lat. 'discriminare': trennen, unterscheiden) bedeutet, dass Menschen schlechter behandelt werden oder Nachteile für sie bestehen, weil sie bestimmte Merkmale haben beziehungsweise ihnen diese Merkmale zugeschrieben werden. – gesellschaftliche Normen zurückgehen und diese gleichzeitig stützen.

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Peerberatung (engl. "peer": Gleichrangige_r, Ebenbürtige_r) ist eine Beratung, bei der die_der Berater_in dieselben oder ähnliche Erfahrungen, Lebensumstände oder Identität(en) hat wie die Person, die beraten wird.

Das bedeutet also zum Beispiel, dass bei einer InterIntergeschlechtliche (lat. 'inter': zwischen) Menschen haben angeborene körperliche Merkmale, die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen.*-Peerberatung die_der Berater_in selbst intergeschlechtlichIntergeschlechtliche (lat. 'inter': zwischen) Menschen haben angeborene körperliche Merkmale, die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen. ist. Oder dass bei einer Peerberatung für lsbtiq'LSBTIQ' oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für 'Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen'. 'Lsbtiq' steht entsprechend für 'lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich und queer'. Menschen of Color'Person of Color' (Plural: People of Color) ist eine empowernde Selbstbezeichnung, die sich gegen eine Identitätsbestimmung über 'kulturelle' oder 'ethnische' Zugehörigkeiten und Zuschreibungen richtet. die Beratenden auch lsbtiq Menschen of Color sind.

"Peer" heißt, dass die_der Berater_in auf Augenhöhe mit der zu beratenden Person ist.

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"Person of Color" (Plural: People of Color) ist eine empowernde Selbstbezeichnung, die sich gegen eine Identitätsbestimmung über "kulturelle" oder "ethnische" Zugehörigkeiten und Zuschreibungen richtet. Wer PoC ist, ist keine Frage der Hautfarbe, sondern abhängig vom Kontext und den darin gemachten Erfahrungen.

Nicht alle Menschen, die von Rassismus betroffen sind, nehmen diesen Begriff für sich in Anspruch. Der politische Begriff dient dazu, Bündnisse zwischen verschiedenen von Rassismus betroffenen CommunitysDer Begriff 'Community' (dt.: Gemeinschaft, Gemeinde) bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die sich aufgrund gemeinsamer Interessen, Eigenschaften oder Erfahrungen einander zugehörig fühlen. herzustellen und von weißen Menschen geschaffene Hierarchien zu überwinden.

PoC und Schwarze'Schwarz' ist eine empowernde Selbstbezeichnung von Menschen, die Erfahrungen aufgrund einer kolonialen Geschichte und deren Kontinuitäten sowie aufgrund von Anti-Schwarzem Rassismus teilen. Menschen sind strukturell von alltäglichem, gesellschaftlichem, institutionellem und/oder anderen Formen von Rassismus betroffen.

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Disclaimer: Diese Begriffsübersicht erklärt im Regenbogenportal verwendete Wörter. Die Begriffe werden - nicht nur, aber auch - in der LSBTIQ*-Community verwendet und aus ihr heraus in das Regenbogenportal eingebracht. Die Erläuterungen erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.