Kontakte gestalten

Als Fachkraft gehen Sie Kontakte in Ihrem beruflichen Feld professionell an. Sie treffen auf sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Geschichten.

Lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ) leben in einer Gesellschaft, die immer noch von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität ausgeht. Diese normierten Vorstellungen sind eng mit fast allen Bereichen des täglichen Lebens verknüpft, über alle Lebensphasen hinweg. Was es bedeutet, dass diese "Normalität" nicht ihrer gelebten Normalität entspricht, erfahren LSBTIQ in sehr vielen Situationen und auf ganz unterschiedliche Weise.

Ihnen als Fachkraft kommt deshalb eine besondere Rolle zu, weil Sie in Ihrem Arbeitsalltag einen sicheren und solidarischen Raum für LSBTIQ schaffen können. Hier finden Sie einige Hinweise, wie Sie LSBTIQ unterstützen können.

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt 

 

Geschlechter und Sexualitäten gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, Identitäten und Orientierungen. Sich dieser Vielfalt bewusst zu sein und einen sicheren Umgang mit Begriffen, Bezeichnungen und Lebensentwürfen zu finden, hilft Ihnen, lsbtiq Personen mitzudenken.

 

Die Broschüre enthält eine Erklärung zu vielen wichtigen Begriffen sexueller Vielfalt und Identität. Sie soll dazu dienen, Akzeptanz zu fördern und richtet sich an alle, die nach Erklärungen und Begriffsbeschreibungen suchen.

Zum Leitfaden "Die Fibel der vielen kleinen Unterschiede"

Nicht alle Menschen kommen als Jungen oder Mädchen auf die Welt. Über intergeschlechtliche beziehungsweise intersexuelle Menschen ist wenig bekannt und manche Halbwahrheit im Umlauf. Dabei sind es gar nicht so wenige.

Zum Artikel "Inter – was?"

Die meisten Menschen identifizieren sich ein Leben lang mit dem Geschlecht, das in ihrer Geburtsurkunde eingetragen wurde, und bleiben der Geschlechterrolle verbunden, die damit vorgezeichnet scheint. Für manche ist das nicht so.

Zum Artikel "Trans – was?"

Wie Menschen sich geschlechtlich erleben und präsentieren, ist sehr unterschiedlich. Zwei zentrale Begriffe dafür stellen wir hier vor. 

Zum Artikel "Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck"

Mein Gegenüber

Für Fachkräfte ist die Fähigkeit zum Perspektivwechsel in ihrem Arbeitsalltag wichtig und nützlich. Wer das Gegenüber verstehen und unterstützen will, muss nachvollziehen können, was dieses betreffen, bewegen oder belasten könnte. 

Lsbtiq Personen berichten, dass es in ihrem Alltag immer wieder zu verärgernden oder verunsichernden Situationen kommt. Was für Situationen können das sein? Was bewegt LSBTIQ noch?

Ältere Lesben und Schwule erzählen, was ihnen wichtig ist, wie sie leben und leben wollen:

Auch innerhalb der LSBTIQ-Community kann es Unsicherheiten und Ausschlüsse geben. Hier berichten schwule trans* und cis Männer von ihren Erfahrungen und ihrem Umgang damit:

Sprache und Ansprache

Sprache ist ein wichtiges Instrument unseres Arbeitsalltags. Richtiges Benennen, sensibles Nachfragen und eine Offenheit gegenüber allen Menschen, macht sie zu einem wertvollen Werkzeug im täglichen Umgang und Arbeiten miteinander. Hier erhalten Sie wichtige Tipps und Hilfestellungen rund um geschlechtersensible Sprache und Begrifflichkeiten:

Heißt es "Studentinnen und Studenten", "Student*innen" oder "Studierende"? Und warum soll ich mich darum überhaupt kümmern?

Zum Artikel "Geschlechtergerechte Sprache – Antworten auf häufige Fragen"

Der Leitfaden gibt Tipps und Hinweise für eine genderinklusive und -gerechte Sprache.

Zum "Leitfaden für eine genderinklusive und -gerechte Sprache"

Auf der Website erhalten Sie nützliche Hinweise und Tipps zum diskriminierungsfreien Schreiben.

Zur Website www.genderleicht.de

Bis zu 1,7 Prozent der Bevölkerung sind intergeschlechtlich. Medial sind sie immer noch viel zu wenig repräsentiert. Umso wichtiger ist es, dass einzelne Beiträge zum Thema sachlich korrekt und respektvoll ausfallen.

Zum Artikel "Intergeschlechtlichkeit als Thema in Journalismus und Medien"

Der Beitrag zeigt die Verbindung von Geschlecht und Sprache und wie diese wirkt.

Zum Artikel "Geschlecht und Sprache"

Ein Erklärvideo mit Beispielen, warum geschlechtergerechte Sprache sinnvoll ist (mit Gebärdensprache).

Zum Video "Geschlechtergerechte Sprache"

 

Der kurze Leitfaden erklärt, wie die Geschlechtsidentität und der Geschlechtseintrag von allen Menschen, inklusive trans* und nicht-binären Menschen, auf eine diskriminierungsfreie Art erfragt und erfasst werden können.

Zum Leitfaden

Berührungsängste ablegen

Berührungsängste zu erkennen und abzubauen, ist ein wichtiger Schritt für Fachkräfte, um lsbtiq Personen unterstützen zu können. Hier finden Sie nützliche Lesetipps:

Der Leitfaden informiert über verschiedene Arten von Diskriminierung und wirbt für einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen.

Zum Leitfaden "Respect Guide"

 

Ergebnisse des digitalen Regenbogenparlaments: Fokusthemen waren der diskriminierungsfreie und professionellen Umgang mit Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in den wichtigsten gesellschaftspolitischen Bereichen. Neben dem fachlichen Austausch ging es auch um die Bildung eines breiten Bündnisses, um die Akzeptanz der Vielfalt von Identitäten und Lebensweisen im gesellschaftlichen Mainstream zu verankern und Strategien gegen LSBTIQ-Feindlichkeit zu entwickeln.  Zwischen dem 08. und 17. September fand die virtuelle Veranstaltungsreihe mit über 200 Teilnehmenden im Internet statt.
Link zu den Ergebnissen und der Dokumentation des virtuellen Treffens

 

Acht einfache Schritte, um LSBTIQ zu unterstützen

Viele Menschen haben was gegen Lesbenfeindlichkeit. Oder gegen die Ausgrenzung von trans* Leuten. Was sie selbst dagegen tun können, ist manchmal weniger klar. Der Film erklärt in acht einfachen Schritten, wie Sie im Alltag Haltung zeigen und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen können.

 

Für mehr Informationen rund um LSBTIQ-Themen, geschlechtliche und sexuelle Diversität und was diese für den Arbeitsalltag bedeuten kann, besuchen Sie auch Körper & Gesundheit und Recht & Diskriminierung sowie Pädagogik.

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