Körper & Gesundheit

Auf dieser Seite finden Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheitswesen, Therapie und Pflege eine Zusammenstellung von Informationen für ihren Arbeitsalltag.

Sie erhalten damit einen umfassenden Einblick in die spezifischen Bedarfe von lsbtiq Personen. Hierbei geht es um eine inklusive Behandlung in jeder Situation, die einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen Gesundheitsfachkraft und Patient_in gerecht wird.

Problematiken erkennen – Unsicherheiten abbauen 

Wenn Fachkräfte Lebensentwürfe jenseits von Heterosexualität und binären Geschlechtern nicht mitdenken, hat das für die lsbtiq Personen, mit denen sie arbeiten, Folgen. Es können Unverständnis und Verunsicherung entstehen, die das Verhältnis zueinander stören.

Tipps, Hinweise und Erfahrungsberichte von LSBTIQ und Fachkräften finden Sie hier:

Der Film erklärt die wichtigsten Begriffe rund um das Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

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Statistisch gesehen, leben in jeder Pflegeeinrichtung lsbtiq Menschen. Wie Pflegende ihre Einrichtungen zu einem "Lebensort Vielfalt" machen, erklärt die Schwulenberatung Berlin im Film.

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Egal, ob Sie ein Gutachten für Ihr TSG-Verfahren brauchen, sich bei der Verarbeitung homo- oder interfeindlicher Erlebnisse therapeutisch begleiten lassen möchten oder einfach nur Zahnschmerzen haben: Ihr_e Ärzt_in oder Therapeut_in sollte kompetent und respektvoll mit Ihren Anliegen umgehen können.

Zum Artikel "Wie finde ich gute Ärzt_innen oder Therapeut_innen?"

Was ist Geschlecht? Wie viele Geschlechter kennt die Natur? Warum sollten wir darüber reden?

Zum Artikel "Das körperliche Geschlecht: ein Mosaik"

Was sind inter*-spezifische Herausforderungen in Therapie und Beratung? Wie kann ich als Fachkraft intergeschlechtliche Menschen gut unterstützen?

Zum Artikel "Intergeschechtliche Klient_innen therapeutisch begleiten"

Eltern werden oft gedrängt, bei der Geburt ihres Kindes über das Geschlecht zu entscheiden, doch das muss nicht sein.

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Weitere Begriffserklärungen und allgemeine Hinweise zu LSBTIQ-sensibler Sprache finden Sie auch im Bereich Kontakte gestalten.

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Risiken und Bedarfe

Lsbtiq Menschen haben höhere Gesundheitsrisiken als die allgemeine Bevölkerung. Zentrale Gründe dafür sind erlebte Diskriminierung und Pathologisierung, auch im Gesundheitssystem. Mehr Informationen und Hintergründe dazu finden Sie hier:

Queere Gesundheit
Die Flyer richten sich an Ärzt_innen und schaffen ein Bewusstsein dafür, welchen Belastungen lsbtiq Menschen durch die heteronormative Gesellschaftsform ausgesetzt sind und welche gesundheitlichen Erkrankungen diese nach sich ziehen können. Zeitgleich fordert er Öffnung und Sensibilisierung im Umgang mit Menschen, die sich außerhalb der Heteronormativität bewegen.
Flyer herunterladen

Medizinische Eingriffe an Inter* und deren Folgen: Fakten & Erfahrungen
Die Broschüre möchte über medizinische Eingriffe und ihre Folgen aufklären, die an inter* Personen vorgenommen werden – vor allem über kosmetische Operationen ohne medizinische Notwendigkeit. Die Broschüre richtet sich an die breite Öffentlichkeit, an Fachpersonal und insbesondere an Eltern von intergeschlechtlichen Kindern.
Zur Broschüre "Medizinische Eingriffe an Inter* und deren Folgen: Fakten & Erfahrungen"

TrIQ informiert zum Thema Transgeschlechtlichkeit
Hinweise für Ärzt_innen, Psycholog_innen, Therapeut_innen und andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen.
Zum PDF "TrlQ informiert zum Thema Transgeschlechtlichkeit"

Diskriminierung macht krank
Die Gesundheit von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen Menschen kann durch Minderheitenstress und Diskriminierung beeinträchtigt werden. Auch haben die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität Auswirkungen auf Gesundheit.
Zum Artikel "Diskriminierung macht krank"

Die gesundheitliche Lage von lsbtiq Menschen in Deutschland
Der LSVD fordert Sicherstellung einer geschlechter- und diversitätsgerechten Gesundheitsversorgung.
Zum Artikel "Die gesundheitliche Lage von lsbti Menschen in Deutschland"

Lesbische, bisexuelle und schwule Menschen sind spezifischen und weitreichenden Gesundheitsbelastungen ausgesetzt. Diese haben oft mit Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung zu tun. Auch das Gesundheitswesen ist davon (noch) nicht frei.

Zum Artikel "Ausgrenzung macht krank"

Auch wenn Ihnen Medizinstudium oder Pflegeausbildung Wissen zu sogenannten "DSD" vermittelt haben: Die erste Begegnung mit intergeschlechtlichen Patient_innen ist oft von Unsicherheit geprägt.

Zum Artikel "Gesundheitsversorgung von intergeschlechtlichen Menschen"

Bis heute sind intergeschlechtliche Menschen schwerwiegender Gewalt und Diskriminierung im Gesundheitswesen ausgesetzt. Wie wirken sich traumatisierende – und oft irreversible – Eingriffe auf die körperliche und seelische Gesundheit von inter* Menschen aus?

Zum Artikel "Gewalt gegen inter* Menschen im Gesundheitssystem"

Transgeschlechtliche Menschen stoßen auf der Suche nach angemessener Gesundheitsversorgung oft auf Hürden. Häufig fehlt es dem Fachpersonal an Wissen und der nötigen Sensibilität, um erfolgreich behandeln zu können. Dieser Text bietet Hinweise, um Gesundheitsversorgung inklusiver zu gestalten.

Zum Artikel "Gesundheitsversorgung von transgeschlechtlichen Menschen"

Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass Homo- und Bisexualität oder Transgeschlechtlichkeit Krankheiten seien. In Konversionstherapien soll die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität "geheilt" werden. Was passiert in diesen "Behandlungen"? Wie können sich Betroffene schützen?

Zum Artikel "Konversionstherapie: Nichts zu heilen bei Homosexualität und Trans*"

Der Leitfaden gibt Tipps und praktische Hilfestellungen rund um das Thema Trans* und Krankenkasse.

Zu den Praxistipps

Für eine gute Gesundheitsversorgung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen ist eine respektvolle Haltung und ein fachgerechter Umgang der Gesundheitsprofessionellen maßgeblich.

Zum Artikel Gesundheitsversorgung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen

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Sexuelle Gesundheit & Familienplanung

Welche Bedarfe haben lsbtiq Menschen im Bereich Familienplanung und sexuelle Gesundheit? Informationen zu Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und vielem Weiterem finden Sie hier:

Trans* Elternschaft
Wie können trans* Menschen Kinder bekommen? Welche Erfahrungen machen trans* Eltern? Und was sagt die Gesetzeslage?
Zum Artikel "Trans* Elternschaft"

Homosexualität in der Familie
Die Publikation richtet sich an familienbezogenes Fachpersonal. Es fasst aktuelle Forschungen der Sozialwissenschaft zum Thema "Homosexualität in Familien" zusammen und erläutert Fallbeispiele.
Zur Publikation "Homosexualität in der Familie"

Sexuelle Gesundheit für lsbtiq Menschen
Für viele Menschen ist Sexualität ein wichtiger und schöner Teil ihres Lebens. Manchmal ist das Thema aber auch nicht einfach. Wie kann ich mich als lsbtiq Person um meine sexuelle Gesundheit kümmern? Und wie spreche ich mit meine_r Ärzt_in darüber?
Zum Artikel Sexuelle Gesundheit für lsbtiq Menschen

Trans* und Sex
Die Studie von 2020 untersucht die Sexualität von trans* Personen und widmet sich den Fragen, was für sie guten Sex ausmacht und welche Rolle hierfür genitalangleichende Operationen spielen. Dazu führte der Autor Interviews mit trans* Personen, die keine Genitalangleichung anstreben.
Zur Studie: "Trans* und Sex"

 

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Geschlechtsangleichende Maßnahmen für trans* Menschen

Ob und welche geschlechtsangleichende Maßnahmen trans* und nicht-binäre Menschen benötigen, ist vielfältig und individuell. Informationen zu möglichen Behandlungen, Kostenübernahmen und medizinischen Leitlinien finden Sie hier:

Es gibt sehr unterschiedliche medizinische Wege, den Körper an das gefühlte Geschlecht anzugleichen. Aber wie genau funktionieren Operationen zur Geschlechtsangleichung? Und was gibt es zu beachten?

Zum Artikel "Möglichkeiten körperlicher Geschlechtsangleichung"

Trans* Personen müssen viele Hürden meistern, um Hormone, Operationen oder andere geschlechtsangleichende Maßnahmen verschrieben und finanziert zu bekommen.

Zum Artikel "Zugang zu Maßnahmen körperlicher Geschlechtsangleichung"

Am 19. Februar 2020 veranstaltete der Deutsche Ethikrat eine Diskussion zu trans* Identität bei Kindern und Jugendlichen und veröffentlichte im Anschluss Empfehlungen. Dieser Artikel berichtet darüber und verweist auf weitere Beiträge zum Thema.

Zum Artikel "Diskussion des Ethikrats zu trans* Kindern und Jugendlichen"

Der Leitfaden gibt Tipps und praktische Hilfestellungen rund um das Thema Trans* und Krankenkasse.

Zum Leitfaden "Wissenswertes zu Kostenübernahmen für geschlechtsangleichende Maßnahmen"

Die medizinische Leitlinie liefert Handlungsempfehlungen für Fachpersonal in den Bereichen Psychosoziale Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie, Sexualtherapie, die am Diagnostik-, Beratungs-, Indikationsstellungs- und Behandlungsprozess von trans* Menschen beteiligt sind. Angesichts der veralteten Standards in der Behandlung und Begutachtung von trans* Personen, soll die Leitlinie  zu einer besseren Trans*-Gesundheitsversorgung in Deutschland beitragen.

Zur Leitlinie

Diese Broschüre von 2019 informiert trans* Menschen über rechtliche und praktische Aspekte der Transition. Inhalte sind rechtliche Fragen wie Namens- und Personenstandsänderung, medizinische Möglichkeiten der Geschlechtsangleichung sowie weiterführende Tipps zu Kultur-, Informations- und Beratungsangeboten. 

Zur Broschüre

Die folgenden Video-Beiträge geben Einblicke in das Thema Transition und zeigen auch einige Erfahrungsberichte von Menschen, die diesen Weg gegangen sind.

 

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Geschlechtsverändernde Eingriffe bei inter* Menschen

Geschlechtsverändernde Eingriffe bei inter* Babys und Kindern sollen bald nicht mehr erlaubt sein. Hintergründe und Informationen dazu finden Sie hier, sowie auch Hinweise darauf, welche Maßnahmen im Erwachsenenalter für inter* Menschen relevant sein können.

Über den eigenen Körper selbst zu bestimmen und ihn vor ungewollten Eingriffen schützen zu können, ist für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Intergeschlechtliche Menschen haben oft andere Erfahrungen gemacht.

Zum Artikel "Intergeschlechtlichkeit und Recht auf körperliche Unversehrtheit"

Die aktuelle medizinische Leitlinie "Varianten der Geschlechtsentwicklung" sammelt Erkenntnisse, Empfehlungen und Praxishilfen für Ärzt_innen, die intergeschlechtliche Menschen behandeln. Was empfiehlt diese Leitlinie und welche Hilfestellungen liefert sie auch für Inter* selbst und deren Eltern?

Weitere Materialien:

Bis heute sind intergeschlechtliche Menschen schwerwiegender Gewalt und Diskriminierung im Gesundheitswesen ausgesetzt. Wie wirken sich traumatisierende – und oft irreversible – Eingriffe auf die körperliche und seelische Gesundheit von inter* Menschen aus?

Zum Artikel "Gewalt gegen inter* Menschen im Gesundheitssystem"

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Pflege & Alter

Welche Bedürfnisse haben ältere lsbtiq Menschen und lsbtiq Menschen, die gepflegt werden? Was ist bei der Pflege im Krankenhaus, in der häuslichen Krankenpflege und in Altenheimen zu beachten?

Trans- und intergeschlechtliche Personen leben auch in Altenheimen, Behinderten-Einrichtungen, haben eine_n gesetzliche_n Betreuer_in oder werden von Angehörigen gepflegt. Das geht für beide Seiten mit Herausforderungen einher.

Zum Artikel "Geschlechtliche Vielfalt in Pflege und Betreuung"

Inter- und transgeschlechtliche Senior_innen sind die Vorkämpfer_innen ihrer Communitys. Wie war es für sie, früher als inter* und trans* Menschen zu leben? Was beschäftigt sie heute und wie bereiten sie sich auf das Alter vor?

Zum Artikel "Inter* und trans* Menschen im Alter"

Auch Lesben, Schwule und Bisexuelle werden pflegebedürftig. Aus Angst vor Diskriminierung verschweigen sie häufig ihre sexuelle Orientierung. Daher sind sie in Pflegeeinrichtungen oft unsichtbar – ihre Bedarfe bleiben unerkannt. Vereinsamung und Isolation können die Folge sein.

Zum Artikel "Inklusion sexueller Vielfalt in der Pflege"
 

Die Broschüre beleuchtet die besonderen Bedarfe von pflegebedürftigen lsbti Menschen. Sie informiert über das Qualitätssiegel "Lebensort Vielfalt" beziehungsweise darüber, wie gute Voraussetzungen für LSBTI in Pflegeeinrichtungen geschaffen werden können.

Zur Broschüre

Der Praxis-Leitfaden bietet Strategien zur Einführung, Umsetzung und Aufrechterhaltung einer diversitätssensiblen Pflege von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und inter* Senior_innen. Entstanden ist er aus dem dreijährigen Modellprojekt "Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt".

Zum Leitfaden

Öffnung der Altenpflege für LGBT*

Umdenken gefragt: Mehr queere Menschen in Pflegeeinrichtungen