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Comingout als schwul, lesbisch, bi, pan, queer

Wie erzähle ich anderen, dass ich nicht heterosexuell bin? Muss ich mich überhaupt outen? Ein_e Freund_in möchte sich outen – wie kann ich sie_ihn unterstützen?

Viele gehen unwillkürlich davon aus, dass ein Mensch heterosexuellWenn Frauen sich von Männern romantisch und/oder sexuell angezogen fühlen, oder Männer von Frauen, werden sie als heterosexuell bezeichnet. Zugleich beschreibt "heterosexuell" auch sexuelle Handlungen zwischen einer Frau und einem Mann. ist und lebt. Deshalb stellt sich für Personen mit anderen sexuellen OrientierungenDie sexuelle Orientierung beschreibt, mit Menschen welchen Geschlechts oder welcher Geschlechter jemand eine sexuelle und/oder romantische Beziehung eingehen möchte. im Alltag immer wieder die Frage, ob und wie sie sich outenAls Comingout (engl. "come out": herauskommen) wird der Prozess bezeichnet, die eigene Identität, sexuelle Orientierung, Lebensweise oder Körperlichkeit öffentlich zu machen, obwohl sie von herrschenden Normen abweicht. wollen.

Was spricht dafür, sich zu outen?

Für manche ist es der richtige Weg, weil sie so in alltäglichen Gesprächen offen über ihre Gefühle und ihr Begehren sprechen können. Anderen ist es wichtig, nicht-heterosexuelle Orientierungen sichtbar zu machen. Sich als queer"Queer" war im Englischen ein starkes Schimpfwort für LSBTIQ, ähnlich dem deutschen "pervers". In Deutschland dient es heute oft als Sammelbezeichnung für LSBTIQ, aber auch als eigenständige Selbstbezeichnung, die begrenzende Kategorien in Frage stellt., homo"Homosexuell" (griech. "homos": gleich; lat. "sexus": Geschlecht) ist ein historischer Begriff, der sexuelle Handlungen, Begehren und Beziehungen zwischen Angehörigen des gleichen Geschlechts beschreibt.-, biBisexuelle Menschen beschreiben ihre sexuelle Orientierung unterschiedlich: Als romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Frauen und Männern, als Anziehung zu dem eigenen Geschlecht oder zu generell mehr als einem Geschlecht.- oder pansexuellAls pansexuell (griech. "pan": ganz, alles) bezeichnen sich Menschen, die ihr Begehren, ihre emotionale und/oder sexuelle Anziehung zu anderen Personen als unabhängig vom Geschlecht dieser Person empfinden. zu outen, eröffnet Ihnen auch die Möglichkeit, Menschen mit ähnlichen sexuellen OrientierungenDie sexuelle Orientierung beschreibt, mit Menschen welchen Geschlechts oder welcher Geschlechter jemand eine sexuelle und/oder romantische Beziehung eingehen möchte. zu begegnen.

Aber: Niemand muss sich outen. Tun Sie das, womit Sie sich in Ihrem Umfeld wohlfühlen.

Warum verzichten einige Menschen auf ein Comingout?

Manche Menschen fürchten das Risiko, Ablehnung oder Ausgrenzung zu erfahren. Andere finden, dass die sexuelle Orientierung nicht in allen Kontexten wichtig ist.

Wie kann ich mich outen?

Überlegen Sie, welcher Weg für Sie der beste ist: Ein Gespräch, ein Brief, eine E-Mail. Oft ist es hilfreich, sich zuerst einer Person zu öffnen, von der Sie Unterstützung erwarten können. 

Auch ein ComingoutAls Comingout (engl. "come out": herauskommen) wird der Prozess bezeichnet, die eigene Identität, sexuelle Orientierung, Lebensweise oder Körperlichkeit öffentlich zu machen, obwohl sie von herrschenden Normen abweicht. in einer romantischen Beziehung kann schwierig sein, etwa wenn sich Ihr Gegenüber getäuscht fühlt. Tauschen Sie sich über Ihre Gefühle aus und sprechen Sie darüber, was Ihr Comingout für die Beziehung bedeutet. 

Informieren Sie die Personen, denen Sie sich geoutetAls Comingout (engl. "come out": herauskommen) wird der Prozess bezeichnet, die eigene Identität, sexuelle Orientierung, Lebensweise oder Körperlichkeit öffentlich zu machen, obwohl sie von herrschenden Normen abweicht. haben, ob sie Ihre sexuelle Orientierung für sich behalten sollen. 

Wie kann ich mit negativen Reaktionen umgehen?

Noch immer verhalten sich einige Menschen queer-, homo-, bi- oder panfeindlich – zum Beispiel weil nicht-heterosexuelle Orientierungen ihre traditionellen Geschlechterbilder verunsichern, weil sie Angst vor eigenen nicht-heterosexuellen Gefühlen haben oder auch aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen.

Holen Sie sich nach negativen Erlebnissen Ermutigung und Beistand bei vertrauten Menschen. Auch können Sie bei Benachteiligungen, Beschimpfungen oder tätlichen Angriffen rechtliche Schritte gegen die Verursacher_in einleiten. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung. Beratungsstellen unterstützen Sie dabei und zeigen weitere Möglichkeiten auf. 

Jemand möchte sich outen – wie kann ich die Person unterstützen?

Fragen Sie, ob sich die Person Unterstützung wünscht. Manchen hilft es, das Comingout gedanklich durchzugehen. Andere freuen sich, wenn Sie währenddessen, dabei oder danach ansprechbar sind. Klären Sie gemeinsam, wie Sie am besten auf negative Reaktionen eingehen können und treten Sie homo-, bi-, pan- oder queerfeindlichen Äußerungen entgegen.