LSBTIQ im Bund

Auf dieser Seite finden Interessierte einen Überblick über wesentliche Aktivitäten, Informationen und Adressen zu LSBTIQ auf Bundesebene.

Aktivitäten und Unterstützung auf Bundesebene

Ziel der bundesstaatlichen, im inter- und supranationalen Kontext stehenden Aktivitäten ist, die Gleichbehandlung von LSBTIQ-Personen in der Gesellschaft zu stärken.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Im Jahre 2014 wurde im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Referat „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechtliche Vielfalt“ eingerichtet. Das Referat ist seitdem innerhalb der Bundesregierung koordinierend für Fragestellungen und Aufgaben im Hinblick auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aktiv. Es ist zudem Ansprechpartner für die Länder, für Betroffenenorganisationen und Verbände auf nationaler und internationaler Ebene.

Weitere Informationen

Im Herbst 2019 hat das BMFSFJ einen Dialogprozess angestoßen, um die Beratungs-, Unterstützungs- und Informationsangebote zu Fragen der geschlechtlichen Vielfalt zu stärken.

Mit Vertretungen aus aktuell 15 Verbänden, Institutionen und Vereinen wurde im Frühsommer 2020 das Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt konstituiert. Für die Begleitung und Koordination des Dialogforums Geschlechtliche Vielfalt hat das BMFSFJ eine Servicestelle eingerichtet.

Im Rahmen der Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union, die Deutschland von Juli 2020 bis Dezember 2020 übernimmt, werden auf Initiative der Bundesfamilienministeriums auch aktuelle LSBTIQ-Themen in einer internationale Konferenz Geschlechtliche Vielfalt mit dem Schwerpunkt „Regenbogenfamilien, Lebenssituation von lesbischen Frauen“ diskutiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Einen Einblick in die weiteren Aktivitäten des BMFSFJ inkl. einer Auswahl durch finanzielle Zuwendung geförderter Modell- und Forschungsprojekte finden Sie hier.

Kontakt:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
11018 Berlin 
Servicetelefon: 030 201 791 30 Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr

https://www.bmfsfj.de
poststelle@bmfsfj-bund.de-mail.de

 

Antidiskriminierungsstelle des Bundes  (ADS)

Geschlecht und sexuelle Identität sind die für LSBTIQ relevanten Diskriminierungskategorien im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die unabhängige Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Geschäftsbereich des BMFSFJ bietet eine erste rechtliche Einschätzung bei Benachteiligung und kann im Konfliktfall versuchen eine gütliche Beilegung herbeizuführen. Neben der Beratung sind ihre gesetzlichen Aufgaben Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Glinkastraße 24, 10117 Berlin
Tel: 030 18555-1855
juristische Erstberatung: Mo 13–15, Mi und Fr 9–12 Uhr
allgemeine Anfragen: Mo-Fr 9–12 und 13–15 Uhr

E-Mail Beratung: beratung@ads.bund.de
E-Mail allgemeine Anfragen: poststelle@ads.bund.de

https://www.antidiskriminierungsstelle.de

Eine Übersicht aller Beratungsstellen zum AGG im Bundesgebiet finden Sie hier.

 

Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa (BEO)

Die gesellschaftliche sowie rechtspolitische Lage von LSBTI-Personen ist je nach EU-Mitgliedsstaat sehr unterschiedlich. Die vom BMFSFJ finanzierte Beobachtungstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa (BEO) trägt aus ihrer europäisch-vergleichenden Perspektive dazu bei, die bedeutendsten Herausforderungen und Entwicklungen der europäischen LSBTI -Politik zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Situation in Deutschland zu beleuchten.

 

Überblick über den bestehenden rechtlichen Rahmen und aktuelle politische Prozesse auf EU-Ebene sowie die Situation von LSBTI-Personen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

Newsletter 01/2020

Die BEO ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (DV) und des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS). Sie wird vom BMFSFJ finanziert.

Link zur Homepage

Eine Übersicht über die Nationalen Aktionspläne und der Rainbow Index kann hier heruntergeladen werden:

Download

Die Erläuterung zur Auswertung der Nationalen Aktionspläne und die Bewertung durch den Rainbow Index finden Sie hier:

Download

Kontakt:

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.
Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa

Hauptsitz:
Zeilweg 42
D-60439 Frankfurt a.M.
Tel: 069 - 95 78 9-0

Standort Berlin:
Lahnstraße 19
12055 Berlin
Tel: 030 - 616 717 9-0

E-Mail: beobachtungsstelle@iss-ffm.de
https://www.iss-ffm.de

 

Projekt- und Forschungsförderungen des Bundes

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an bundesseitig geförderten Forschungs- oder Modellprojekten und Förderprogrammen, die sich mit LSBTIQ-Themen befassen. Die Ergebnisse der Forschung und Projekte bilden für Gesellschaft und Politik eine wichtige Grundlage, um Handlungsbedarfe zu erkennen bspw. für neue gesetzliche Regelungen.

In der Förderdatenbank des Bundes erhalten Sie einen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union: 

 

Auswahl laufender Maßnahmen:

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

 

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld:

Die Bundessstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) wurde am 27. Oktober 2011 durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BMJ, errichtet.

Die BMH hat die Aufgabe, durch die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung die nationalsozialistische Verfolgung Homosexueller in Erinnerung zu halten, das Leben und Werk Magnus Hirschfelds sowie das Leben und die gesellschaftliche Lebenswelt homosexueller Männer und Frauen, die in Deutschland gelebt haben und leben, wissenschaftlich zu erforschen und darzustellen und einer gesellschaftlichen Diskriminierung homosexueller Frauen und Männer in Deutschland entgegenzuwirken.

Die Stiftung nimmt diese Aufgaben eigenverantwortlich und teilweise in Kooperation mit anderen wahr. Sie ist auf diesen Tätigkeitsfeldern inzwischen eine in Bildung, Forschung, Politik und Öffentlichkeit fest verankerte und anerkannte Institution.

Die Stiftung arbeitet fortlaufend an einer Vielzahl von Projekten und Publikationen. Von besonderer Bedeutung und beispielhaft sind weiterhin die Vervollständigung eines Zeitzeugenarchivs, das die Lebenserinnerungen von Personen, die nach 1945 strafrechtlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt waren, bewahrt und erschließt („Archiv der anderen Erinnerungen“), das LSBTTIQ* - Geflüchteten – Projekt zur bundesweiten Vernetzung von Einzelpersonen, Projekten und Initiativen in der Bildungsarbeit sowie das Projekt „Fußball für Vielfalt“ zum Abbau von Homo- und Transfeindlichkeit sowie Sexismus im Sport.

Zur Website der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 

 

Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)

Ansprechstelle Diskriminierung und Gewalt in der Bundeswehr:

Das Team der Ansprechstelle „Diskriminierung und Gewalt in der Bundeswehr“ kümmert sich um Soldaten, Beamte und Angestellte (zivil wie militärisch), die Diskriminierung und Mobbing ausgesetzt sind. Neben der individuellen Hilfe betreibt die Ansprechstelle zudem systematische Ursachenforschung, um strukturellen Diskriminierungen im Dienst vorzubeugen.

Weiter zur Anprechstelle Diskriminierung und Gewalt in der Bundeswehr


Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB e.V.)

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB e.V.) ist eine Interessenvertretung der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Angehörigen der Bundeswehr (Soldaten, Beamte, Arbeitnehmer, Richter). Der Verein setzt sich für den Abbau von Diskriminierung und feindseliger Gesinnung gegenüber Homo-, Bi- und Transsexuellen in der Bundeswehr ein. Auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) soll das Diversity Management innerhalb der Bundeswehr durch den Einsatz kompetenter Gesprächspartner_innen und Anlaufstellen für lesbische, schwule bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Soldat_innen, sowie zivile Mitarbeiter_innen weiterentwickelt werden.

Im Februar 2020 beschloss die Mitgliederversammlung die Änderung der Vereinsbezeichnung zu „QueerBw“.

Weiter zu Website

 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

 

Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Das BMFSFJ unterstützt mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und gegen Extremismus. Hierzu werden eine Reihe von Projekten in ganz Deutschland gefördert, die sich für eine vielfältige, respektvolle und gewaltfreie Gesellschaft  in verschiedenen Handlungsfeldern einsetzen.
Im Themenfeld „Homosexuellen- und Trans*-Feindlichkeit“ wird erstmalig ein eigenes Kompetenznetzwerk gefördert, dass sich für den Abbau von homosexuellen-, trans*- und inter*feindlichen Einstellungen einsetzt und die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung und Vielfalt stärkt. Informationen zur aktuellen Förderperiode 2020 bis 2024 finden Sie hier.

Eine Übersicht über die vom Bund im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie Leben geförderten Modellprojekte zur Prävention gegen Homosexuellen- und Trans*-Feindlichkeit finden Sie hier.

Über das Netzwerk können Sie sich hier informieren.

 

Regenbogenportal und Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt

Mit dem Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt bietet das Bundesfamilienministerium eine Informationsquelle, Datenbank und ein Wissensnetzwerk zu Themen wie Gesundheit, Familie und Recht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtlich sowie queere Menschen und deren Familien und Angehörige, aber auch für Fachkräfte unterschiedlicher Bereiche. Es zielt darauf ab, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Anknüpfend an die Ziele des Regenbogenportals wurde in diesem Jahr das “Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt“ initiiert. Vertretungen aus aktuell 15 Verbänden, Institutionen und Vereinen setzen sich dafür ein, die Beratungs- und Unterstützungslandschaft zu Trans* und Inter*-Themen bundesweit zu stärken.

Weitere Informationen zum Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt.

 

Vernetzung des „Dachverbands Lesben und Alter“ und der „Bundesinteressengemeinschaft schwuler Senioren“ (BISS)

Ziel beider Projektförderungen ist es, die Lage der lesbischen und schwulen älteren Men­schen in Deutschland sichtbar zu machen und nachhaltig zu verbessern, um eine gleichbe­rechtigte und diskriminierungsfreie gesellschaftliche Teilhabe der Zielgruppe zu erreichen.

In Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird zudem eine von BISS betriebene Hotline zur Entschädigung und zur Verweisberatung der Opfer nach § 175 StGB und § 151 StGB-DDR (StrRehaHomG) gefördert.

Nähere Informationen zur Arbeit der Verbände werden unter www.lesbenundalter.de und www.schwuleundalter.de bereitgehalten.

 

Öffnung der Altenhilfeeinrichtungen der AWO für die Zielgruppe LSBTI

Bis Ende 2020 fördert das BMFSFJ das deutschlandweite Modellprojekt des AWO Bundesverband e.V. mit dem Ziel, Altenpflegeeinrichtungen und Angebote für Senioren vielfaltssensibel und inklusiv zu gestalten. Mit Partizipation queerer Senior*innen-Verbände soll eine Musterkonzeption zur Öffnung der Altenhilfeeinrichtungen für LSBTI entwickelt und modellhaft umgesetzt werden. Zudem soll das Einrichtungs- und Pflegepersonal durch entsprechende Fortbildungen und Coachings für LSBTI und deren Belange sensibilisiert werden.

Laufzeit: 01.01.2019 – 31.12.2020

Mehr dazu erfahren Sie unter: www.awo.org/queer-im-alter

 

Modellprojekt „Lebensort Vielfalt als Qualitätssiegel“

Mit dem Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ werden durch die Schwulenberatung Berlin gGmbH Alten- und Pflegeeinrichtungen ausgezeichnet, die sich nachweislich darum bemühen LSBTI-Personen und ihre Belange in der Pflege sowie im Alltagsleben in der Einrichtung zu berücksichtigen.

Durch Informations- und Trainingsmaßnahmen werden interessierte Einrichtungen auf den Prozess der Öffnung für sexuelle Vielfalt vorbereitet.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.schwulenberatungberlin.de/angebote/lebensort-vielfalt

 

Modellprojekte im Rahmen des Programms „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“

Ziel des vom BMFSFJ in Kooperation mit dem FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung aufgelegten Modellprogramms ist es, innovative Wohnformen für ältere Menschen zu fördern. Geförderte Modelprojekte im Bereich LSBTI sind:

  • RuT - Frauen Kultur & Wohnen in Berlin-Mitte - Gemeinschaftliches Leben und Wohnen von lesbischen und queeren Menschen; Projektträger: RuT - Rad und Tat Berlin gGmbH
    Laufzeit: 2019: Städtebaulicher Dialogprozess; 2020 – 2022: Errichtung des Wohnprojekts
     
  • Lebensort Vielfalt am Südkreuz - zusammen leben, zusammen älter werden - Ein zielgruppenspezifisches Wohnprojekt für den Personenkreis LSBTI unter Berücksichtigung von Pflege- und Betreuungsangeboten; Projektträger Schwulenberatung Berlin gGmbH
    Laufzeit: 2019 – 2021
    Informationen finden Sie hier: www.wohnprogramm.fgw-ev.de/modellprojekte
     

meinTestgelände - das Gendermagazin für Jugendliche

Das Online-Magazin meinTestgelände ist ein Kooperationsprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit und der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik. Es ist bundesweit und im deutschsprachigen Raum die einzige Website, die authentisch und unbearbeitet Beiträge von Jugendlichen zu den Themen Gender und Gleichstellung veröffentlicht und damit Diskussionen unter Jugendlichen anregt, aber auch mit Fachkräften. In eigenen Texten, Raps, Songs, Videos, Poetry Slam-Texten oder Comics veröffentlichen junge Menschen Beiträge zu Geschlechterfragen, mit Statements, Gefühlen oder Widerstand gegen Einschränkungen. Die Beiträge beschäftigen sich mit Fragen wie: Was bedeutet es, ein Mädchen, ein Junge oder trans- beziehungsweise intergeschlechtlich zu sein? Zudem thematisieren die Jugendlichen Geschlechterrollen und Ungerechtigkeiten aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Behinderungen, Kultur sowie Schönheits- und Körperkonzepten.  

Weitere Informationen finden Sie unter: www.meintestgelaende.de

 

Jugendnetzwerk Lambda e.V. - Infrastrukturförderung als bundeszentraler Akteur für Kinder- und Jugendarbeit

Das Jugendnetzwerk Lambda e.V. wird seit vielen Jahren (2001) langfristig als bundeszentraler Träger der Kinder- und Jugendarbeit gefördert. Es bietet mit In & Out ein Chat- Beratungsprojekt, in welchem LSBTIQ Peer-Berater*innen im Alter von 16-27 Jahren Jugendliche und junge Erwachsene zu Themen wie Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder (kein) Coming Out beraten. Der Schwerpunkt 2020 liegt auf dem Ausbau einer bundeszentralen Infrastruktur der Chat-Beratung: https://comingout.de/

Einen Einblick in die weiteren Aktivitäten des BMFSFJ finden Sie hier: www.bmfsfj.de

 

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für inter- und trans-Menschen durch Abbau von Diskriminierung als versorgerseitiger Zugangsbarriere (InTraHealth)

Zur Vorbereitung von Gesetzgebungsverfahren und weiterer gesundheitspolitischer Maßnahmen soll das Projekt „Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für inter- und trans-Menschen durch Abbau von Diskriminierung als versorgerseitiger Zugangsbarriere“ ein allgemeines und kostenfrei zugängliches Informations- und Selbstlernangebot zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der Gesundheitsversorgung konzipieren und umsetzen. Aufbauen kann das Projekt auf das bereits existierende Wissensportal LSBTI, welches im Rahmen des Projekts um die zu entwickelnde Selbstlernumgebung als neues Modul erweitert werden soll.

Laufzeit: 01.09.2019 – 31.08.2022
Mehr dazu auf der Website der Fachhochschule Dortmund 

 

Förderung eines nicht-diskriminierenden Umgangs mit minderjährigen trans* Personen durch patientenorientierte Schulungsmaßnahmen im Gesundheitswesen (TRANS*KIDS)

Das Projekt der Universität Münster verfolgt das übergeordnete Ziel einer Verbesserung und Weiterentwicklung einer bedarfs- und bedürfnisgerechten sowie diskriminierungsfreien Versorgung von minderjährigen Trans*personen im Gesundheitswesen. Basierend auf multimethodischen Erhebungen zu Diskriminierungserfahrungen der Betroffenen und zu daraus resultierenden Bedarfen sollen innovative Qualifizierungsmaßnahmen für verschiedene Berufsgruppen im Gesundheitswesen entwickelt, erprobt und modellhaft implementiert werden. Abschließend sollen die Maßnahmen entlang eines Verbreitungsplans in die Fläche getragen und dadurch nachhaltig im Gesundheitssystem verankert werden.

Laufzeit 01.10.2019 – 30.09.2022
Mehr dazu auf der Projektseite.

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Stichprobenerweiterung des Sozioökonomischen-Panels

Das Projekt des Deutschen Instituts der Wirtschaft in Kooperation mit der Universität Bielefeldt zielt darauf ab, die Dateninfrastruktur des Sozioökonomischen-Panels für künftige Studien um eine Stichprobe von Lesben, Schwulen und Bisexuellen (LSB) zu erweitern. Zudem sollen auch in etwa 200 bis 300 dieser Haushalte Familien mit Kindern befragt werden.

Laufzeit: 01.09.2018 - 31.10.2021
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Einstellungen junger Männer mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zu Gender und LSBTI in einer sich wandelnden, vielfältigen Gesellschaft (JUMEN):

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Fachhochschule Dortmund (FH DO) untersucht mittels Interviews, Fragebögen und einer Online-Umfrage, wie Jungen und Männer zwischen 14 und 27 Jahren ihre eigene Geschlechterrolle erleben, und welche Einstellungen sie zu Mädchen und Frauen, Homosexualität und geschlechtlicher Vielfalt haben. Hintergrund hierfür ist die aktuelle gesellschaftliche Debatte, die vor allem jungen muslimischen Männern mit Flucht- und Migrationshintergrund eine traditionelle und/oder frauenfeindliche Einstellung zuschreibt.

Laufzeit: 01.08.2018 – 31.07.2021

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Stärkung von LGBTI-Menschenrechten in Honduras

Ziel des Projekts ist die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für LSBTI-Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz auf der makropolitischen Ebene sowie der verbesserte staatliche Schutz für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Dieses Ziel wird durch strategische Lobby- und Advocacy-Arbeit verfolgt. Das stellt sich gegen weitere Gewaltverbrechen und Menschenrechtsverletzungen von LSBTI-Personen. Es stärkt die gesellschaftliche Akzeptanz und geht gegen Diskriminierung vor.

Laufzeit: 03/2017 – 12/2020
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Menschenrechte im südlichen Afrika durch Stärkung von NGO-Aktivistinnen voranbringen – mit dem Fokus Frauenrechte und LGBTI-Rechte

Menschenrechts-Aktivist_innen in Botswana, Lesotho, Mozambik, Sambia, Simbabwe und Swaziland, die in zivilgesellschaftlichen Organisationen für Frauenrechte und sexuelle Vielfalt arbeiten, werden in die Lage versetzt, Allianzen zu entwickeln und Entscheidungsträger zu beeinflussen, um die Menschenrechts-Situation im südlichen Afrika zu verbessern.

 

Verbesserter Zugang zu Gesundheitsleistungen für marginalisierte Gruppen, einschließlich LSBTI (Pilotprojekt)

Laufzeit: 06/2019 – 10/2020

 

Zugang zu Rechtsberatung und psycho-sozialer Unterstützung für LSBTI in Guatemala

Laufzeit: 09/2019 – 08/2020

 

Studie zur Identifikation von Anknüpfungspunkten im bestehenden Portfolio der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zum Abbau der Diskriminierung von LSBTI im Südlichen Afrika

GIZ-Regionalvorhaben „Partnership for the Prevention of Violence against Women and Girls“ (PfP)
Laufzeit: 01/2020-12/2020
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und in folgendem PDF.

 

HIV Prävention in der vulnerablen Gruppe der MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) auf Mindanao, Philippinen

German Doctors e.V.
2020 Bewilligung

 

Stärkung evidenz-basierter Advocacy-Arbeit zugunsten der Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Personen in Costa Rica

Evangelische Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V
Laufzeit 2019-2022

 

Stärkung der Rechte der Transsexuellen-Bevölkerung in Vietnam

Evangelische Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V.
Laufzeit: 2019-2022

 

Sicherung der Menschenrechte für Frauen in der Prostitution und Transmenschen sowie Prävention sexuellen Missbrauchs und Menschenhandels in Brasilien

Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V.
Laufzeit: 2019-2023

 

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Studie zur Arbeitssituation von Inter*-Personen in Deutschland

Das zuwendungsgeförderte Forschungsprojekt des Instituts für Diversity- und Antidiskriminierungsforschung untersucht die Situation von Inter*-Personen im Arbeitskontext in Deutschland. Unter Durchführung qualitativer Interviews und Online-Befragungen von LSBT*-Personen, sowie der Erstellung eines Seminarkonzeptes sollen Gewerkschaften und Betriebs-/Personalräte für die Themen Gender, Geschlechtsidentität und sexuelle Identität sensibilisiert werden.

Einen ersten Ergebnisbericht zum noch laufenden Projekt finden Sie hier.

 

Praxisstudie „Diskriminierungsfreier Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt in Beschäftigung und Beruf – mögliche Bedarfe, Maßnahmen, Lösungsansätze“

Die Ziele dieser Studie sind die Identifikation umsetzungspraktischer Bedarfe durch die Einführung der Dritten Option im Regelungsbereich Beschäftigung und Beruf, die Ermittlung von Beispielen guter Praxis zur Gewährleistung eines diskriminierungsfreien Umgangs mit geschlechtlicher Vielfalt und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

Rechtsgutachten zur Untersuchung der Auswirkungen des geänderten Personenstandsrechts auf das Arbeits- und Dienstrecht

Mit Einführung der dritten Geschlechtsoption sollen durch die Erstellung eines Rechtsgutachtens die Auswirkungen des geänderten Personenstandsrechts auf das Arbeits- und Dienstrecht unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des BVerG untersucht werden. Das Gutachten liegt bereits vor. Eine Veröffentlichung ist im zweiten Halbjahr 2020 geplant.

 

Inter- und supranationaler Rahmen von LSBTIQ-Rechten

Hier finden Sie einen Überblick über rechtliche Grundlagen und Empfehlungen auf inter- und supranationaler Ebene:

 

Vereinte Nationen:

UN-Menschenrechtserklärung und Yogyakarta-Prinzipien (+10)

Am 10. Dezember 1948, verabschiedete die UN-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR). LSBTI wurden jedoch erst im November 2006 mit Verabschiedung der  Yogyakarta Principles erwähnt. Diese Prinzipien sind die erste systematische Gesamtschau auf die Menschenrechtsgewährleistung für LGBT, sie formulieren Anforderungen, die die bestehenden und völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten durchdeklinieren. Auch Deutschland setzt sich für ihre Beachtung ein. (Link zum 9. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik)

Zu den Yogyakarta-Prinzipien in deutscher Sprache.

Im November 2017 veröffentlichte eine internationale Expert*innengruppe das YP plus 10-Dokument, das eine Erweiterung der Prinzipien um Aspekte der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks und von Geschlechtsmerkmalen beschreibt.

Zum YP plus 10 – Dokument.

Beide Dokumente sind gemeinsam zu lesen – die YP plus 10 korrigieren oder überschreiben die ursprünglichen YP nicht, sondern ergänzen sie.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?time_continue=41&v=XvpHn_zdkTY&feature=emb_title
 

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist die unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands (§ 1 DIMR-Gesetz). Es setzt sich dafür ein, dass Deutschland die Menschenrechte im In- und Ausland einhält und fördert.

Weiter zur Website des Instituts für Menschenrechte

 

Europarat

Der Europarat fördert die Achtung vor den Menschenrechten und stellt die Gleichberechtigung und die Würde jedes Menschen inklusive LGBTI sicher.

Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität (SOGI) widerspricht den Werten des Europarats.

Link Video: https://www.youtube.com/watch?v=4iAI9NdWQfg

Die Publikation “Combating discrimination on grounds of sexual orientation or gender identity” (pdf, nur Englisch) gibt einen Überblick über die ausgearbeiteten Standards des Europarats. Sie soll Regierungen, internationalen Organisationen, NGOs, Medienvertretern und allen anderen als Referenz dienen, die sich mit dem Schutz und der Förderung der Menschenrechte von lesbischen, homosexuellen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen befassen.

Die Abteilung Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) des Europarats arbeitet auf dieses Ziel hin. Sie leitet Projekte, organisiert Konferenzen, Rundtischgespräche und Netzwerk-Veranstaltungen und nimmt an solchen teil, veröffentlicht Fachstudien und Merkblätter, entwickelt nationale Aktionspläne und stellt die besten Erfolgsmethoden aus allen 47 Mitgliedstaaten in ihrer online SOGI-Datenbank zur Verfügung.

Die Monitoring-Berichte der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI). beschreiben die Situation in jedem der Europarat-Mitgliedstaaten bezüglich Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz. Außerdem richtet ECRI Empfehlungen an die Regierung jedes untersuchten Mitgliedstaates, wie eine bestimmte Situation verbessert werden könnte.

Europarat-Studie Discrimination on grounds of sexual orientation and gender identity in Europe (pdf, nur Englisch)

Europarat-Studie Equal opportunities for all children: Non-discrimination of LGBTI children and young people (pdf, nur Englisch)

 

Europäische Union

Die EU-Grundrechtecharta verbietet Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung.

Trans* Personen werden laut der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs durch die Grundrechtecharta vor Diskriminierung wegen ihres „Geschlechts“ geschützt.

Die Gleichbehandlungsrichtlinien der Europäische Union.

Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA, =European Union Agency for Fundamental Rights) mit Sitz in Wien ist eine von der (EU) geschaffene Expert_innenkommisssion, die den Schutz der Grundrechte in Europa überwachen soll. Rechtsgrundlage für die Agentur ist die EU-Ratsverordnung 168/2007 vom 15. Februar 2007

Weiter zur FRA Website

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=crZsb3AEGDE