28.10.2020 | Aktuelle Meldung

Internationale Konferenz zu Intersektionalität und LSBTI-Politik

Am 18. und 19. November veranstaltet das BMFSFJ eine Konferenz zu den Lebensrealitäten lesbischer Frauen und der Anerkennung von Regenbogenfamilien. Außerdem wird die EU-Kommission die neue LSBTI-Strategie vorstellen. Die Registrierung zur Online-Teilnahme steht für alle Interessierten offen.

Im Rahmen der Konferenz diskutieren am 19. November die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die EU-Kommissarin für Gleichstellung Helena Dalli sowie die Generalsekretärin des Europarates Marija Pejčinović Burić gemeinsam die neue LSBTI'LSBTIQ' oder ähnliche Zusammensetzungen dienen als Abkürzung für 'Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen'. 'Lsbtiq' steht entsprechend für 'lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich und queer'.-Gleichstellungsstrategie der Europäischen Union. Die lange erwartete und umfassende Strategie dient der Bekämpfung von Homo'Homosexuell' (griech.'homos': gleich; lat. 'sexus': Geschlecht) ist ein historischer Begriff, der sexuelle Handlungen, Begehren und Beziehungen zwischen Angehörigen des gleichen Geschlechts beschreibt.-, BiBisexuelle Menschen beschreiben ihre sexuelle Orientierung unterschiedlich: Als romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Frauen und Männern, als Anziehung zu dem eigenen Geschlecht oder zu generell mehr als einem Geschlecht.-, TransTransgeschlechtliche Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.- und InterIntergeschlechtliche (lat. 'inter': zwischen) Menschen haben angeborene körperliche Merkmale, die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen.-Feindlichkeit und DiskriminierungDiskriminierung (lat. 'discriminare': trennen, unterscheiden) bedeutet, dass Menschen schlechter behandelt werden oder Nachteile für sie bestehen, weil sie bestimmte Merkmale haben beziehungsweise ihnen diese Merkmale zugeschrieben werden. innerhalb der EU.

Ebenso finden am 18. und 19. November diverse Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Vertreter_innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft statt. Themen sind dabei unter anderem Intersektionalität und lesbischeFrauen, die sich emotional und/oder sexuell in erster Linie zu Frauen hingezogen fühlen, bezeichnen sich häufig als lesbisch. Sichtbarkeit, die Förderung von lesbischer Sichtbarkeit in den Wissenschaften, sowie Herausforderungen auf dem Weg zur rechtlichen Anerkennung von Regenbogenfamilien. Im Rahmen der Tagung wird auch die vom BMFSFJ in Auftrag gegebene Studie "Advancing Liveable Lives for Lesbians in Europe – Intersectional Challenges and Future Policymaking" (dt.: Diskriminierungsfreie Lebensrealitäten lesbischer* Frauen fördern – intersektionale Herausforderungen und zukünftige Politikgestaltung) vorgestellt.

Online-Teilnahme an der Konferenz

Eine kostenfreie Registrierung für eine Online-Teilnahme an der Konferenz ist bis zum 16. November möglich. Das Konferenzprogramm sowie den Registrierungslink finden Sie hier.